Statistik Biogas

Die hier aufgeführten Daten sind als einführender Überblick über die Biogasproduktion in Deutschland gedacht.

 

Entwicklung der Anlagenzahl in Deutschland

Wie die untenstehende Grafik verdeutlicht ist die Anzahl der Biogasanlagen in Deutschland zwischen 2004 und 2017 sprunghaft angestiegen. Dieses ist auf die positiven Effekte des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) aus dem Jahre 2004 zurückzuführen. Ab dem Jahr 2009 ist der positive Effekt der Novellierung des EEG zum 01.01.2009 auf den Biogassektor erkennbar und hat wieder zu einem Wachstumsschub für den Biogasmarkt geführt. Es bleibt abzuwarten wie genau sich die weiteren Novellierungen des EEG auswirken. Es ist aber zu erwarten, dass die Zuwachsraten der vergangenen Jahre bei weitem nicht mehr erreicht werden.

 

 

Quelle: Fachverband Biogas

 

 

Quelle: Fachverband Biogas

 

Quelle: Fachverband Biogas

 

Einsatzhäufigkeit von Ko-Substraten in Biogasanlagen

Dominierende Kulturart unter den in Biogasanlagen eingesetzten Pflanzen ist der Mais, dessen Ertragspotential auf günstigen Standorten von keiner anderen Pflanze erreicht wird. In 90 Prozent der Biogasanlagen wird Mais eingesetzt (s. Grafik). Andere Kulturen finden aber auch Zuspruch, da im Hinblick auf eine nachhaltige Landwirtschaft eine Fruchtfolge gewährleistet sein soll und die geltenden Cross-Compliance-Anforderungen dieses verlangen. Auf Grenzstandorten, also Höhenlagen und Trockengebieten verliert der Mais von seiner Vorzüglichkeit und Getreide-Ganzpflanzensilage kann wirtschaftlich sogar Vorteile gegenüber dem Mais bringen.

Es muss daher betriebsindividuell berechnet werden, mit welchen Kulturarten die niedrigsten Stromgestehungskosten anfallen und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlage optimiert werden kann. In Grünlandregionen gewinnt Grassilage aufgrund der niedrigen Pachtpreise und daraus resultierender niedriger Kosten ebenfalls an Konkurrenzkraft.

 


 

Quelle: Weiland 2006

 

Mehr Infos zum Thema Biogas unter der Rubrik Verwertung im Bereich Biogas.