Bestandesdichte

Eine dem Standort und der Sorte angepasste Pflanzenzahl je m² zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Maisproduktion. Die Bestandesdichte orientiert sich an der Wasserversorgung des Standortes und der Sorte. Der Landwirt hat mit diesem Steuerungselement die Möglichkeit, das genetische Leistungspotenzial der Sorte optimal auf seinem Standort auszunutzen. Ganz wichtig ist die objektive langjährige Einschätzung der Standortverhältnisse. Ackerzahlen können nur einen groben Hinweis auf die zu erwartende Wasserversorgung geben. Die Spanne der empfohlenen Bestandesdichten reicht von 6 bis 12 Pflanzen/m². Je frühreifer eine Sorte ist, desto höher sollte die Bestandesdichte sein. Zu Silomais wurde früher 1 Pflanze/m² mehr empfohlen als zu Körnermais. Diese Unterscheidung bei der Empfehlung der Bestandesdichte wird zunehmend unbedeutender, da zum Erzielen einer hohen Silomaisqualität ein hoher Kornertrag notwendig ist. Das maximale Leistungspotenzial wird durch eine standort-, nutzungs- und sortenspezifische Bestandesdichte erreicht. Exaktversuche zur sortenspezifischen (siehe Sortentypen) Bestandesdichte werden durch einige Länderdienststellen (siehe siehe Linkliste) oder der Pro-Corn GmbH durchgeführt.    

Orientierung für die anzustrebende Bestandesdichte in Pflanzen/m²    
Reifegruppe    
Anbaulage    
(Reifezahl)    
günstig    
ungünstig    
Früh (bis 220)    
10-12    
7-9    
Mittelfrüh (230-250)    
9-10    
6-8    
Mittelspät (260-290)    
8-9    
6-7    
Spät (300-350)    
8    
6-7    
nach Zscheischler et al., 1990, verändert    

Auswirkungen überhöhter Bestandesdichten    

bei Wassermangel:    

  • zunehmende Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe    
  • vermindertes Längenwachstum    
  • reduzierte Kolbenentwicklung    
  • schnelle Abreife    

bei guter Wasserversorgung:    

  • zunehmende Konkurrenz um Lichtenergie    
  • verstärktes vegetatives Wachstum    
  • unterdrückte Kolbenentwicklung    
  • verzögerte Abreife    

Der Saatgutbedarf in Einheiten zu 50.000 Körnern errechnet sich aus der angestrebten Pflanzenzahl und dem standortüblichen Feldaufgang. Da Feldverluste durch ungünstige Standortbedingungen, Schädlingsbefall oder Vogelfraß eintreten können, sollte die Zahl der auszusäenden Körner über der Ziel-Bestandesdichte liegen.    

Saatgutbedarf in Einheiten (50.000 Körner) je Hektar in Abhängigkeit von angestrebter Pflanzenzahl/m² und dem geschätzten Feldaufgang    
    

angestrebte Pflanzenzahl/m²    
Feldaufgang    
85%    
90%    
95%    
7    
1,7    
1,6    
1,5    
8    
1,9    
1,8    
1,7    
9    
2,1    
2,0    
1,9    
10    
2,4    
2,3    
2,1    
11    
2,6    
2,5    
2,3    
12    
2,8    
2,7    
2,5    
nach Zscheischler et al., 1990, verändert    

Bestandesdichte prüfen    
  • Aufgelaufene Pflanzen in 10 zufällig ausgewählten Reihen an verschiedenen Stellen des Feldes zählen.    
  • Zählstrecke je Reihe: 5m    
  • Mittelwert aus den 10 Zählungen errechnen.    

In der nachfolgenden Tabelle können Sie die Bestandesdichte ablesen:    

festgestellte Pflanzenzahl je 5-m-Reihe    
Bestandesdichte (Pflanzen/ m²) bei einer Reihenentfernung von    
75 cm    
70 cm    
62,5 cm    
24    
6,4    
6,9    
7,7    
26    
6,9    
7,4    
8,3    
28    
7,5    
8,0    
9,0    
30    
8,0    
8,6    
9,6    
32    
8,5    
9,1    
10,2    
34    
9,1    
9,7    
10,9    
36    
9,6    
10,3    
11,5    
38    
10,1    
10,9    
12,2    
40    
10,7    
11,4    
12,8    
42    
11,2    
12,0    
13,4    
44    
11,7    
12,6    
-    
46    
12,3    
13,1    
-    

Bestandesdichtenrechner   

Aufgelaufene Pflanzen in 10 zufällig ausgewählten Reihen an verschiedenen Stellen des Feldes zählen.   

Zählstrecke je Reihe: 5m   
Mittelwert aus den 10 Zählungen errechnen.   
    

Hier können Sie Ihre durchschnittliche Pflanzenzahl errechnen:   
Geben Sie bis zu 10 Ergebnisse Ihrer Zählungen ein.   

                                                 
 

Hier können Sie Ihre Bestandesdichte errechnen: